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Kaffee – in der braunen Bohne stecken viele gute Eigenschaften

Ob als herkömmlicher Filterkaffee, als Café Crema, Espresso oder Latte Macchiato – ein guter Start in den Tag ist für Kaffeeliebhaber ohne eine dieser Getränkevariationen nur schwer denkbar. Das liegt nicht nur an der sehr belebenden Wirkung des Koffeins, sondern auch am Status – Kaffee in allen Variationen ist längst Kult.

Im statistischen Durchschnitt trinkt jeder deutsche Bundesbürger rund 150 Liter Kaffee pro Jahr. Bei derartigen Mengen verwundert es kaum, dass man sich auch von offizieller Seite Gedanken über die Auswirkungen des Kaffeegenusses macht. Erfreulicherweise mehren sich die Anzeichen dafür, dass der moderate, tägliche Genuss des braunen Gebräus in keiner Weise schädliche Auswirkungen hat, sondern vielmehr dazu führt, das Wohlbefinden und die Gesundheit als Ganzes zu fördern.

Kaffee ist besser als sein Ruf

In puncto Gesundheit hatte Kaffee eine lange Zeit über einen eher schlechten Ruf. Ihm wurde nachgesagt, er würde den Pulsschlag beschleunigen, den Blutdruck hochtreiben und dadurch zu Herzrhythmusstörungen führen. Auch in der heutigen Zeit gegen noch viele Kaffeetrinker an, den Konsum der aufgebrühten Köstlichkeit reduzieren zu wollen – aus Angst, ihr Herz-Kreislauf-System zu sehr zu belasten, wenn sie übermäßig viel Kaffee trinken. Kaffee ist aber doch viel besser als sein Ruf. Es ist natürlich möglich, dass der Genuss von Kaffee den Blutdruck in den ersten Minuten nach dem Genuss etwas steigert, hat aber keinen Einfluss auf die gesundheitliche Situation insgesamt. Regelmäßiger, nicht aber übermäßiger Kaffeekonsum hat dementsprechend keine negativen Auswirkungen.

Infografik: So viel Kaffee konsumiert die Welt | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

 

Das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung sinkt

Das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erkranken sinkt sogar, wenn in moderatem Umfang regelmäßig Kaffee verzehrt wird. Auswertungen von Studien haben dies eindeutig belegt. Der Studie zufolge treten bei Männern, die über einen Zeitraum von 10 Jahren hinweg regelmäßig mehrere Tassen Kaffee (3-4 Tassen tgl.) trinken, eine um 13% reduzierte Herz-Kreislauf-Symptomatik auf. In der gleichen Studie unter gleichen Voraussetzungen wurde erkannt, dass der Rückgang der entsprechenden Erkrankung bei Frauen sogar um 18% geringer ausfällt. Eine große Untersuchung in den USA hat ebenfalls gezeigt, dass die braunen Bohnen positive Auswirkungen auf den menschlichen Organismus ausüben. In einer Studie, die mithilfe von 1.300 Testpersonen durchgeführt wurde, wurde über einen Zeitraum von 10 Jahren geprüft, ob und wenn ja welche Auswirkungen Kaffee auf die Gesundheit des menschlichen Herzens hat. Das Ergebnis war überraschend eindeutig: die Mortalität durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist unter den Kaffeetrinkern um ca. 43% geringer als bei Kaffee-Abstinenzlern.

Eine entscheidende Rolle soll dabei dem Koffein zukommen, denn die beschriebene Schutzwirkung war nicht nachweisbar, wenn entkoffeinierter Kaffee getrunken wurde. Unverändert übertragbar auf deutsche Verhältnisse sind diese Ergebnisse aber nicht, denn der Kaffee in den USA ist, im Vergleich zu deutschen Kaffeesorten, wesentlich milder. Fest steht aber, dass mäßiger Kaffeekonsum einen positiven Effekt auf die Gesundheit hat. Aktuelle Befunde bei Diabetes mellitus, bei Herzrhythmusstörungen und beim Blutdruck geben Entwarnung: selbst der tägliche Genuss mehrerer Tassen Kaffee bringt das gesunde Herz nicht aus der Ruhe. Der Blutdruck steigt bei Gewohnheits-Kaffeetrinkern nicht einmal messbar an und das Risiko, an Diabetes zu erkranken, kann durch Kaffee sogar leicht gesenkt werden.

Verringertes Risiko für Prostatakrebs

Insbesondere bei Frauen sind die schützenden Effekte auf Stoffwechsel, Gefäße und das Herz sehr ausgeprägt. Die Auswirkungen auf Männer sind zwar gegeben, allerdings fallen sie deutlich geringer aus als bei den Frauen. Eine unlängst veröffentlichte Datenanalyse mit mehr als 455.000 männlichen Teilnehmern belegt das. Die Studie hat gezeigt, dass das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, bei Kaffeetrinkern niedriger ausfällt als bei Nicht-Kaffeetrinkern.

Info

In einigen Regionen und Ländern ist es durchaus üblich, dass zur Tasse Kaffee auch ein Glas Wasser serviert wird. Früher dachte man, dass Kaffee den Körper entwässern würde. Mit dem Glas Wasser sollte der Wasserhaushalt des Körpers ausgeglichen werden. Heute weiß man, dass Kaffee nicht harntreibend wirkt. Das Wasser dient dem Genuss – es soll nach jedem Schluck Kaffee ein Schluck des Wassers genommen werden. So kann man die Geschmacksknospen auf den nächsten Schluck Kaffee vorbereiten.


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