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Handhebelmaschine

Bei der Handhebelmaschine erzeugt der Anwender den Druck per Hand, er drückt durch Herunterziehen eines Hebels das heiße Wasser auf das Kaffeemehl. Diese Art der Zubereitung ist die ursprünglichste, aber nichts für schwache Oberarme.

Ein handgebrühter Espresso – kann es etwas Schöneres geben? Schon die Prozedur der Zubereitung gleicht einer Ouvertüre, jeder Handgriff sitzt und ist auf den nächsten perfekt abgestimmt. Ein Erlebnis mit allen Sinnen: hören, sehen, riechen, fühlen und natürlich – schmecken! Das gilt in besonderem Maße für eine Handhebelmaschine. Hier wird jeder Schritt der Espresso-Zubereitung sichtbar und kann live verfolgt werden.

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Was zeichnet eine Handhebelmaschine aus?

Das Patent der ersten Handhebelmaschine zur traditionellen Zubereitung von Espresso geht auf das Jahr 1948 zurück. Es war ein Italiener namens Achille Gaggia, der die entsprechende Maschine erfand, mit der ein echter Espresso völlig ohne Zuhilfenahme von elektrischem Strom zubereitet werden kann. Möglich wird dies durch einen Kolben in der Brühgruppe, der durch den Handhebel (daher der Name des Gerätes) gesteuert wird. Der Kolben wird durch Betätigen des Handhebels zischen Ruhestellung und Arbeitsstellung bewegt. In der Arbeitsstellung kann das Wasser in die Brüheinheit einfließen, welches anschließend durch den Kolben in der Brühkammer unter bis zu 9 bar Druck gesetzt wird. Durch das Zurückführen des Hebels (und damit des Kolbens) in die Ruhestellung wird der Espresso anschließend extrahiert.

Auf einen Blick: Die Eckdaten für einen perfekten Espresso

  • Temperatur des Wassers: 92 ° C
  • Druck in der Brühkammer: 9 bar
  • Menge des Kaffees: 7 g / Tasse
  • Zeit: 25 Sekunden
  • Daraus entsteht folgende Menge Espresso: 25 ml

Somit erfolgen sowohl die Steuerung des Wassereinlasses als auch der Aufbau des nötigen Drucks in der Brühkammer rein manuell durch die Bewegung des Kolbens per Handhebel. Allerdings muss beim Verzicht auf Elektrik der Kessel alternativ beheizt werden, z. B. mittels Gas.

Obwohl die Handhebelmaschinen ab den 60er-Jahren des vorigen Jahrhunderts zunehmend von solchen mit elektrischer Pumpe abgelöst wurden, blieben sie insbesondere in den ländlichen Gegenden Italiens vielfach erhalten. Ein Grund dafür waren die schwachen Stromnetze, die einen reibungslosen Betrieb von elektrisch betriebenen Maschinen oft nicht möglich machten.

Seit einiger Zeit erleben die Handhebelmaschinen weltweit eine Renaissance. Man besinnt sich wieder auf alte Tugenden, die gute Handarbeit, die sich laut Meinung vieler Kaffee-Fans sogar im fertigen Produkt erschmecken lässt. Zudem begeistert die technisch-kühle Optik der Handhebelmaschinen immer wieder, sie sind ein Schmuckstück in jeder Küche und verbinden technokratisches Design mit traditioneller Funktion.

Wenn auch Sie dem Charme der Handhebelmaschinen erlegen sind und über den Kauf einer solchen Pretiose nachdenken, finden Sie nachfolgend eine ausführliche Kaufberatung mit Übersicht der besten und beliebtesten Modelle.



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Vor- und Nachteile der Handhebelmaschine

Jedem, der sich für den Kauf einer Handhebelmaschine interessiert, sollte klar sein, dass eine solch klassische Espressomaschine es nicht mit einem modernen und vollausgestatteten Kaffeeautomaten aufnehmen kann. Einfach auf den Knopf drücken und nach einigen Sekunden fließt das fertige Getränk heraus – das gibt es hier nicht. Echte Handarbeit ist gefragt! Trotzdem bietet auch dieses etwas altertümliche Verfahren einige Vorteile gegenüber den scheinbar perfekten Kaffeevollautomaten. Hier einige Beispiele:

Leichte Bedienbarkeit

Durch die rein mechanische Funktionsweise der Handhebelmaschine muss nichts mühsam programmiert werden. Ist der Brühvorgang einmal in Fleisch und Blut übergegangen, geht die Zubereitung des Espressos fortan automatisch vonstatten.

Espresso nach Maß

Mit einer Handhebelmaschine ist der Nutzer selbst für die Qualität und die Intensität des Espressos verantwortlich. Er kann durch diverse Faktoren Einfluss auf das Ergebnis nehmen, z. B. durch den Druck, die Wassertemperatur usw. So wird es möglich, sich seinen ganz persönlichen Espresso „nach Maß“ zuzubereiten.

Handhebelmaschinen sind weniger verschleißanfällig

Durch die Verwendung rein mechanischer Baugruppen sind Handhebelmaschinen deutlich weniger anfällig für Defekte. Und sollte doch einmal etwas kaputt gehen, kann es meist schnell repariert werden. Viele Handhebelmaschinen sind bereits seit Jahrzehnten im Einsatz und verrichten klaglos ihren Dienst.

„Wo Licht ist, das ist auch Schatten“, so ein altes Sprichwort. Daher wollen wir auch die Nachteile der Handhebelmaschine an dieser Stelle nicht verschweigen. Diese sind:

Umständliche Bedienung

Der größte Vorteil der Handhebelmaschinen ist auch zugleich ihr wichtigster Nachteil – zumindest für Menschen, die es gewöhnt sind, ihren Espresso auf Knopfdruck vollautomatisch zu erhalten. Mit der Handhebelmaschine ist es dagegen wie in einer guten Beziehung: Man muss erst zusammenwachsen, die kleinen Eigenheiten des anderen erkennen und akzeptieren und ihn „zu nehmen wissen“, damit das Ganze letztendlich eine perfekt funktionierende Einheit ergibt.

Geringe Kapazität

Die Brühgruppen von Handhebelmaschinen sind i. d. R. recht klein dimensioniert. Daher eignet sich die Maschine nicht dafür, mehrere Espressi parallel bzw. direkt hintereinander zuzubereiten. Sie eignet sich also nur für die Zubereitung einzelner Tassen, nicht für größere Familien oder Gesellschaften.

Temperatur

Bei einer Handhebelmaschine lässt sich die Wassertemperatur nicht exakt einstellen. Viele Maschinen erhitzen das Wasser auf über 100 Grad, obwohl eine Temperatur von 92 – 96 Grad das Optimum darstellt. Somit verändert sich auch der Geschmack des Espressos merklich.