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Kaffee – Spitzenqualität ist gefragt wie nie

Kaffeeliebhaber wünschen für ihren Gaumen das Besondere. Gefragt ist sowohl bei der Kaffeebohne als auch beim Rösten die höchstmögliche Qualität. Die richtige Zubereitung der braunen Bohnen ist eine Kunstform – und der Meister dieser Kunstform wird „Barista“ genannt.

Frisch gebrühter Kaffee verströmt einen unverkennbaren Duft. Diesem Duft können sich die Freunde des aromatischen Heißgetränks kaum entziehen. Was aber macht eigentlich einen wirklich guten Kaffee aus?

Robusta oder doch lieber Arabica?

Kaffeesorten gibt es unterschiedliche. Die einzigen Kaffeesorten, die auch eine echte wirtschaftliche Bedeutung haben, sind die beiden Sorten Coffea Canephora (Robusta) und Coffea Arabica (Arabica). Für eine lange Zeit war der Kaffee Arabica das Maß aller Dinge in Sachen Kaffeequalität. Unter Kennern der Kaffee-Szene steigt aber Robusta rasant in der Beliebtheitsskala. Der Grund ist, dass der Kaffee Robuste ca. einen ca. doppelt so hohen Koffeinwert als die Arabica-Bohne und schmeckt dementsprechend etwas herber.

In diversen Angeboten findet man Mischungen, die aus Arabica- und Robusta-Bohnen zusammengemischt sind. Im Espresso beispielsweise kann auf die Sorte „Robusta“ überhaupt nicht verzichtet werden, denn sie enthält deutlich weniger Säure als Arabica. Zu den deutlich weniger bekannten Kaffeesorten gehören der Liberica, der aber wegen seiner besonders ausgeprägt vorhandenen Bitterstoffe keine besondere Beliebtheit unter Kaffeetrinkern genießt, und der Stenophylla (aus Westafrika), der in der Regel als Hochlandkaffee auf dem Markt angeboten wird.

 

Quelle: https://pixabay.com/de/kaffee-kaffeebohnen-korn-kaffee-660409/

Die richtige Lage ist wichtig

Ob Robusta oder Arabica – wenn Kaffee in hoher Qualität geschaffen werden soll, sind auch die äußeren Bedingungen möglichst ideal zur Sorte zu gestalten. Wichtig sind das richtige Klima und das passende Anbaugebiet. Hochlandkaffee beispielsweise benötigt aufgrund der deutlich höheren Lage wesentlich länger für die Reifung. Dadurch bilden sich in diesen Bohnen mehr Aromastoffe. Die höhere Lage hat auch direkte Auswirkungen auf den Säuregehalt in den Bohnen – dieser wird deutlich niedriger, wodurch der spätere Kaffee bekömmlicher wird.

Angebaut wird Kaffee mittlerweile in rund 50 verschiedenen Ländern – vor allem in Süd- und Mittelamerika (z.B. Guatemala, Costa Rica, Kolumbien und Brasilien. Weitere wichtige Anbauregionen sind Afrika (Kenia und Äthiopien) und Asien – hier vor allem in Vietnam. Die Anbaubedingungen sind dementsprechend nicht überall ideal für die Kaffeepflanze, denn sie braucht ein möglichst ausgeglichenes Klima mit Temperaturen, die im Durchschnitt bei 18°C bis 25°C liegen und eine hohe Niederschlagsmenge vorweisen können. Kaffeepflanzen benötigen sehr viel Wasser – was eine Niederschlagsmenge von rund 1500 bis 2000 Liter pro m² und Jahr bedeutet. Diese Niederschlagsmenge entspricht ca. dem doppelten Niederschlagswert von Deutschland.

Kaffee wird in einigen Regionen 1 x pro Jahr, in manchen Regionen sogar 2 x pro Jahr geerntet. Die Art, wie die Ernte eingebracht wird, ist mitentscheidend für die Qualität des Kaffees. Bei manchem handelsüblichen Kaffee werden die Kaffeefrüchte während der Reifezeit geerntet, ohne dass auf den tatsächlichen Reifegrad Rücksicht genommen wird. Durch das sogenannte „Picking“ (die Bohnen werden von Hand gepflückt und ausgewählt) werden nur die besten und wirklich Reifen Bohnen vom Strauch geerntet. Kenner behaupten, dass so der beste Kaffee entsteht.

Sobald die Ernte durch ist werden die Kaffeekirschen schon in ihrem Ursprungsland von Fruchtfleisch und Haut befreit, dann getrocknet und schließlich aufbereitet. Auch dieser Prozess bestimmt zum Teil die spätere Qualität des Kaffees. Übrig bleiben einzig die Kaffeebohnen selbst, die man auf dem Markt unter dem Sammelbegriff „Rohkaffee“ handelt.

Guter Geschmack durch richtige Röstung

Damit Kaffee wirklich genießbar wird, müssen die Kaffeebohnen zunächst geröstet werden. In der Röstmaschine wird der Rohkaffee deshalb mit heißer Luft auf ca. 220°C erhitzt und über den drehbaren Röstbehälter ständig in Bewegung gehalten. Das Rösten an sich ist der notwendige Schritt, damit die Kaffeebohnen ihr volles Aroma entfalten können. Die Temperatur und die Röstdauer entscheiden im Grunde sehr stark, wie der Kaffee später schmecken wird. Auch der Säureanteil wird beim Rösten verändert. Wenn die Kaffeebohnen für Espresso geplant sind, werden sie besonders lange geröstet, um möglichst viel Säure herauszulösen.

Bedingt durch den geringen Säureanteil in Espresso ist dieser wesentlich magenfreundlicher als normaler Filterkaffee. Neben den ganz großen Röstereien, die sich meist an den großen Häfen Deutschlands befinden, werden auch immer häufiger kleine Röstereien gegründet. Versprochen wird dann frisch gerösteter und dadurch besonders gut schmeckender Kaffee, der auch direkt in der Rösterei verkostet werden kann. Die geschmackliche Note des Kaffee wird in letzter Konsequenz davon bestimmt, wie der Kaffee aufgebrüht wird. Der Mahlvorgang ist ebenfalls zentrales Element: dazu gehört das Mahlen der Kaffeebohnen, wie fein der Kaffee gemahlen wird und in welcher Weise das Wasser in das Kaffeepulver gelangt.


Lange Zeit rangierte Bier an der Spitze der Beliebtheitsskala der Getränke in Deutschland. Doch diese Zeiten sind vorbei. Mit zunehmendem Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung liegt Bier nicht mehr im Trend. Längst hat ein alkoholfreies Heißgetränk dem Bier den Rang abgelaufen – der Kaffee ist das Volksgetränk Nummer eins! Die Frage nach Tee oder Kaffee beantworten über 90 % aller Menschen in Deutschland mit „Kaffee“. Kaffee muss überall dabei sein – zum Frühstück, im Büro oder nachmittags zum beliebten Kuchenstück. Kein Wunder, dass über 300 Millionen Tassen Kaffee jeden Tag in Deutschland getrunken werden.

Dabei hat fast jeder Deutsche „sein“ Rezept zur perfekten Zubereitung des Kaffees. Das gängigste Utensil hierfür ist die Kaffeemaschine, wie sie mittlerweile in nahezu jedem Haushalt, jedem Büro usw. zu finden ist. Mittlerweile gibt es diverse Weiterentwicklungen des Ursprungsmodells, bis hin zum Kaffeevollautomaten, der dem Anwender fast jeden Handgriff abnimmt. Inzwischen besitzen mehr als 90 % aller Haushalte in Deutschland eine Kaffeemaschine – in welcher Form auch immer. Jedes Jahr werden rund sieben Millionen elektrische Kaffeemaschinen hierzulande verkauft.

Im Grunde genommen ist die Kaffeemaschine nichts anderes als ein Hilfsmittel zur halbautomatischen Zubereitung des Kaffees. Sie nutzt dafür das Prinzip der thermischen Extraktion und Filtration, um das Aroma der Kaffeebohnen an das Extraktionsmittel – in diesem Fall Wasser – weiterzugeben. Zur Filtration werden spezielle Kaffeefilter bzw. andere Filterungsmethoden genutzt.

Deutschland ist also eine Nation der Kaffeeliebhaber. Diesem Umstand wollen wir hier Rechnung tragen und versorgen Sie mit allen wichtigen Informationen zur Kaffeemaschine sowie Hintergrundinfos zur Geschichte des Kaffees und zur Zubereitung. Das Ziel ist klar: Wir möchten Ihnen einen kompetenten Ratgeber an die Hand geben, mit dem Sie den besten Kaffee zubereiten können.

Wie funktioniert eine Kaffeemaschine?

Die grundsätzliche Funktionsweise einer jeden Kaffeemaschine ist gleich. Abweichungen gibt es lediglich im Umfang der Handgriffe, die der Anwender erledigen muss, bzw. welche die Kaffeemaschine für ihn erledigt. Schauen wir uns den grundlegenden Produktionsprozess einer Tasse bzw. Kanne Kaffee doch einmal etwas näher an:

Unverzichtbarer Stoff zur Herstellung eines jeden Kaffees ist Wasser. Dafür besitzt die Kaffeemaschine einen eigenen Wassertank, der zunächst mit der gewünschten Menge an Wasser gefüllt werden muss. Die Menge des Wassers entspricht dabei der Menge des fertig gebrühten Kaffees. Wollen Sie also zwei Tassen Kaffee zubereiten, so müssen Sie auch zwei Tassen Wasser in die Maschine einfüllen.
Nun kommt der Kaffee an sich ins Spiel, also das gemahlene Kaffeepulver. Einige Maschinen ermöglichen es zudem, ganze Kaffeebohnen einzufüllen und malen diese anschließend selbst. Wie auch immer – es muss die entsprechende Menge Kaffee in die Maschine eingefüllt werden. Wie groß diese Menge ist, entspricht den persönlichen Vorlieben, also ob der fertige Kaffee eher stark oder mild werden soll. Der Kaffee kommt in einen Filter, durch den dann das Wasser läuft bzw. gepumpt wird. Mehr dazu gleich.

Ebenfalls unverzichtbar für die Zubereitung von Kaffee ist, das eingefüllte Wasser zu erhitzen. Die meisten Kaffeemaschinen besitzen hierzu einen Durchlauferhitzer, der das Wasser innerhalb kürzester Zeit auf eine Temperatur von 90 – 95 Grad Celsius erhitzt. Zusätzlich bauen viele Kaffeemaschinen Druck auf, so dass das erhitzte Wasser nicht einfach durch den Filter (mit dem darin enthaltenen Kaffee) läuft, sondern unter Druck hindurchgepumpt wird. Dies intensiviert den Geschmack und verbessert die Aromen des Kaffees.

Nach dem Erhitzen wird das Wasser durch das gemahlene Kaffeepulver gepumpt. Hier kommt es zu einer sogenannten thermischen Extraktion. Das Wasser fungiert dabei als Lösemittel und löst Anteile aus dem Kaffeepulver. Der Filter sorgt dafür, dass ausschließlich jene gelösten Anteile in das Wasser übergehen, die kleiner als die Poren des Filters sind. So wird vermieden, dass das Kaffeepulver selbst im fertigen Endprodukt enthalten ist. Gelöst werden insbesondere die Aromastoffe des Kaffeepulvers, wodurch sich der charakteristische Geruch und Geschmack des fertigen Kaffees ergibt. Dieser läuft dann in das integrierte Vorratsgefäß, also beispielsweise eine Kaffeekanne oder eine Tasse.
Die Kaffeemaschinen funktionieren also nach einem Überlaufprinzip, das im automatisierten Brühvorgang das Filtern per Hand simuliert.

Geschichte der Kaffeemaschine

Die Geschichte des Kaffees reicht zurück bis in das neunte Jahrhundert. Der Legende nach wurde die Kaffeepflanze von einem Hirten in Afrika entdeckt. Die Nutzung von Kaffee als Getränk ist aber erst seit Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts überliefert. Seit dieser Zeit bereiten Menschen das magische Getränk Kaffee auf verschiedene Arten und mit verschiedenen Mitteln zu.

So alt die Kaffeekultur ist – gemessen an ihr ist die Geschichte der Kaffeemaschine recht jung. Die Kaffeemaschine gibt es erst seit circa 200 Jahren. Immer wieder wurden über die Jahre die verschiedensten Methoden entwickelt, um den geliebten Kaffee zuzubereiten. Darunter gab es auch einige maschinelle Methoden. Elektrische Kaffeemaschinen gibt es erst seit dem zwanzigsten Jahrhundert. Zuvor wurden Kaffeemaschinen teilweise mit Spiritus betrieben.

Für den normalen Hausgebrauch gab es lange Zeit keine erschwinglichen Modelle. Ein normaler Arbeiter konnte sich eine elektrische Kaffeemaschine auf keinen Fall leisten, kostete doch beispielsweise das Modell von WMF – damals ein Standardgerät – etwa die Hälfte seines gesamten Jahresgehalts.
Erst nach dem zweiten Weltkrieg kam es mit dem wirtschaftlichen Aufschwung der fünfziger Jahre zu einer größeren Verbreitung der elektrischen Kaffeemaschine. Küchengeräte und Haushaltsgeräte boomten. Die erste moderne Filterkaffeemaschine war die Wigomat, die 1954 patentiert wurde. Dieses Modell kam in Deutschland schnell in Mode und verdrängte die bis dahin vor allem gebrauchten Percolatoren und Vakuumbereiter.

Zum Massenabsatz von Kaffeemaschinen kam es erst in den siebziger Jahren. Damals setzte sich das noch heute übliche System durch.

Einen Erfinder der Kaffeemaschine im eigentlichen Sinne gibt es nicht. Vielmehr gibt es verschiedene Funktionstypen und Bauarten, die zu unterschiedlichen Zeiten von verschiedenen Tüftlern entwickelt wurde. Deshalb wird auf die Geschichte und die Entwicklung der einzelnen Funktionstypen gesondert eingegangen.

Funktionstypen der Kaffeemaschine

Im Laufe der Jahre wurden verschiedene Funktionstypen von Kaffeemaschinen entwickelt. Ein Funktionstyp ist die Dröppelminna oder Kranenkanne. Diese ist eigentlich eher ein Vorläufer der Kaffeemaschine. Noch heute funktioniert sie ohne Filter. Dieser wurde nämlich erst rund 100 Jahre später erfunden. Weitere Funktionstypen sind der Napoletaner und der Potsdamer Boiler. Im Prinzip funktionieren diese Systeme wie eine Kaffeekanne mit aufgesetztem Kaffeefilter. Rein äußerlich sieht dieses System aus, wie zwei aufeinander gestellte Kaffeekannen. Eine weitere Methode, die bis heute häufig zum Brühen von Kaffee eingesetzt wird, stellt der Percolator dar. Er wird vor allem in Ländern verwendet, in denen Filterkaffee nicht so verbreitet ist, wie in Deutschland, so zum Beispiel in Großbritannien den Niederlanden sowie in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Dann gibt es da noch den Vakuumbereiter, der eine weiterentwickelte Form des Percolators ist. Dieser ist vor allem ein optisch-ästhetischer Augenschmaus, da er aus zwei gläsernen Ballons besteht. Ein anderer Funktionstyp der Kaffeemaschine ist die Kippdampfdruckkanne, die ebenfalls nach dem Vakuumprinzip funktioniert. Sonderfunktionstypen, die nicht als Kaffeemaschinen im eigentlichen Sinne bezeichnet werden können, stellen die die Methode des French Press und die in den neunziger Jahren auf den Markt gekommenen Kaffeepads dar, die die herkömmlichen Kaffeefilter ersetzen und die sich heute immer mehr durchsetzen.
Auf diese verschiedenen Funktionstypen und ihre Entwicklung wird im Folgenden im Einzelnen näher eingegangen.

Kannentypen / Kaffeekannen

Zu einer Kaffeemaschine gehört in den meisten Fällen auch die passende Kaffeekanne. Auch hier gibt es verschiedene Typen und Modelle in ansprechenden Designs. Viele Kannen erfüllen über das einfache Auffangen des Filterkaffees hinaus noch andere Funktionen, so gibt es beispielsweise Kannen, die so gut isoliert sind, dass sie den Kaffee über mehrere Stunden hinweg warm halten können.

In der Zeit vor der Erfindung der Kaffeekanne, wurde Kaffee in Gefäßen aufbewahrt, die heutigen Teekannen ähneln. Sie waren meist aus Materialien wie Porzellan oder Steingut gefertigt, da diese die Wärme länger halten als die bei Teekannen sonst noch üblichen Materialien wie Silber oder Messing. Meist waren die Kaffeekannen recht klein gehalten, da früher der Kaffeekonsum für weitaus bedenklicher gehalten wurde als heute, und man so vermeiden wollte, dass zu große Mengen an Kaffee konsumiert werden. Stövchen, die das Getränk warm halten sollten haben sich hier im Gegensatz zur Teekultur nicht durchgesetzt. Stattdessen gab es so genannte Kaffeehauben, die zur Verbesserung der Isolation der Kanne über diese gestülpt wurde. Dabei handelte es sich meist um textile Kaffeewärmer, die gestrickt, gehäkelt oder genäht wurden.

Kaffeekannen aus allen Zeiten sind heute beliebte Sammelobjekte, die teilweise zu stattlichen Preisen gehandelt werden. Es gibt zu jeder Epoche die entsprechenden Kannen, so zum Beispiel Jugendstilkannen oder Kannen im Bauhausstil. Verschiedenste Größen, Formen, Designs und Materialien lassen die Sammlerherzen höher schlagen. Zwei der größten europäischen Kaffeekannensammlungen mit rund 5000 Stück befinden sich in Deutschland. Es handelt sich hierbei um das Kannenmuseum in Schöppenstedt, das in Niedersachsen liegt und um eine Sammlung in Büchlberg, einer Gemeinde in der Nähe der Stadt Passau in Niederbayern.

Generell ist zu sagen, dass eine Kaffeemaschine besser isoliert sein sollte als eine Teekanne. Die Kanne sollte aus einem Material gefertigt sein, das über eine möglichst geringe Wärmeleitkapazität verfügt. Kaffee kühlt generell schneller aus als Tee, da sich der Brühvorgang der beiden Heißgetränke stark unterscheidet. Im Gegensatz zur Teezubereitung, wo das heiße Wasser auf einmal in die Kanne kommt, wird das Heißwasser beim Kaffeebrühen Tröpfchen für Tröpfchen zum Kaffeepulver gegeben und kühlt bereits im Filter etwas aus.

Heute ist die Kaffeekanne meist schon Bestandteil der Kaffeemaschine und in den meisten Fällen sehr gut isoliert. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen Glaskannen und Thermoskannen. Manche Maschinen verfügen über ein Zwei-Kannensystem, die unabhängig voneinander Kaffee brühen können.

Zusatzfunktionen von Kaffeemaschinen

Wer mit seiner herkömmlichen Kaffeemaschine nicht zufrieden ist, und mehr von ihr erwartet als einfach nur das Brühen von Kaffee, der kann sich eine Kaffeemaschine mit Zusatzfunktionen zulegen. Wer Wert darauf legt, dass sein Kaffee mit frisch gemahlenen Bohnen gebrüht wird, der wird sich eventuell für eine Kaffeemühle interessieren. Neben den vielen erhältlichen Geräten gibt es hier auch solche, die schon in die Kaffeemaschine integriert sind. Somit hat man zwei Geräte in einem. Das ist praktisch und spart Platz in der Küche. Eine weitere nützliche Zusatzfunktion ist der Zeitschalter, der besonders Schlafmützen und Morgenmuffeln den Start in den Tag erleichtert. Die richtige Einstellung des Zeitschalters ermöglicht es, dass der Kaffee bereits fertig gebrüht ist, wenn man aufsteht – oder sogar vom Duft des Kaffees geweckt wird.

Diese Zusatzfunktionen werden sicher von einigen Verbrauchern wegen ihres praktischen Nutzens geschätzt oder als Spielereien geliebt, andere hingegen werden die Funktionen die über das reine Brühen von Kaffee hinausgehen, als vollkommen überflüssig erachten. Es ist also reine Geschmackssache, ob man sich eine Maschine mit Zusatzfunktionen anschafft. Zu bedenken gilt dabei in jedem Fall, dass der Preis des Gerätes aufgrund der zusätzlichen Funktionen in jedem Fall steigt. Hinzu kommt, dass eine Maschine mit mehreren Funktionen auch in mehreren Bereichen einer Reparatur bedürfen kann. Dennoch stellt vor allem der integrierte Zeitschalter eine beliebte Zusatzfunktion dar, die natürlich nicht unbedingt eine zusätzliche Fehlerquelle der Maschine bedeuten muss.

Der Kaffeevollautomat

Die herkömmliche Kaffeemaschine ist zwar noch häufig in Haushalten und Büros vertreten, wird aber zunehmend von so genannten Kaffeevollautomaten verdrängt. Während die elektrische Kaffeemaschine den Kaffee halbautomatisch zubereitet, vollzieht der Kaffeevollautomat die Zubereitung – wie der Name schon sagt – vollautomatisch. Selbstständig führen die Kaffeevollautomaten Kaffee und Wasser zu, füllen den fertigen Kaffee dann nicht mehr zuerst in eine Kanne, sondern direkt in darunter stehende Becher oder Tassen. Der Kaffeesatz wird automatisch entsorgt, indem er automatisch in den eigens dafür vorgesehenen Satzbehälter transportiert wird, der nicht, wie dies bei herkömmlichen Kaffeefiltern der Fall ist, nach jedem einzelnen Brühvorgang geleert werden muss.

Genauer genommen handelt es sich bei einem Kaffeevollautomaten vielmehr um eine Espressomaschine, denn um eine Kaffeemaschine. Diese kann nach der Espressomethode allerdings nicht nur Espresso, sondern alle möglichen Kaffeevarianten vollautomatisch zubereiten. Diese Art der Kaffeezubereitung ist wesentlich einfacher und weniger arbeitsintensiv als andere Vorgehensweisen. Die Zubereitung geht schnell und für den Verbraucher äußerst bequem von Statten. Es bedarf lediglich eines Knopfdruckes und einiger Sekunden Zeit und schon kann man frisch gemahlenen, frisch gebrühten Kaffee aus heimischer Produktion genießen – egal ob Café Creme, Latte Macchiato, Milchkaffee oder Capuccino – sämtliche Kaffeespezialitäten können mittels eines solchen Kaffeevollautomaten in der heimischen Küche zubereitet werden.

Generell besteht ein Kaffeevollautomat aus verschiedenen technischen Komponenten, die in perfektem Zusammenspiel für eine optimale Zubereitung sorgen. Zunächst handelt es sich hierbei um das Mahlwerk, in dem die Kaffeebohnen in der gewünschten Stärke gemahlen werden. Ferner gibt es eine Pumpe zur Beförderung des Wassers, wie bei der regulären Kaffeemaschine auch einen Durchlauferhitzer sowie das Herzstück eines jeden Kaffeevollautomaten – die Brühgruppe. Diese ist je nach Modell und Ausstattung fest im Automaten integriert, oder kann, was die weitaus praktischere Variante darstellt, zur Reinigung und Wartung herausgenommen werden.

Der Kaffeevollautomat wird über eine automatische Steuerung bedient, die mit einem Display, also einer elektronischen Anzeige versehen ist. Je nach Modell und technischer Ausstattung sind die Tasten des Bedienteils variabel, und deren Funktion somit vom Verbraucher selbst programmierbar, oder es ist bereits jeweils pro Taste eine konkrete Funktion festgelegt.

Die Reinigung dieser Automaten verläuft ebenfalls vollautomatisch. Sie verfügen über Reinigungs- und Entkalkungsprogramme, die regelmäßig durchgeführt werden müssen, um eine möglichst störungsfreie und lang andauernde Funktion des Geräts gewährleisten zu können und einen hygienischen Betrieb zu garantieren. Diese Programme können ebenfalls per Knopfdruck ausgewählt werden. Der Nutzer muss je nach Programm entsprechende Chemikalien zuführen. Diese Reinigungsmittel werden meist in Form von Tabletten angeboten, die eine einfache Dosierung gewährleisten. Sollte die Maschine über eine Milchleitung zum Aufschäumen selbiger verfügen, muss diese meist manuell gereinigt werden. Um die hygienische Nutzung des Automaten zu garantieren, muss auch hier ein spezielles Reinigungsmittel angewendet werden. Der Satzbehälter muss in der Regel ebenfalls manuell geleert werden.
Häufig sind die Geräte vom Hersteller bereits mit einem speziellen, austauschbaren Wasserfilter ausgestattet, der Verkalken verhindern soll und dafür sorgt, dass das Wasser die optimale Wasserhärte für vollmundigen Kaffeegenuss aufweist.

Zubehör für Kaffeemaschinen

Mit der Anschaffung einer Kaffeemaschine alleine ist es noch nicht getan. Um in den Genuss selbst gebrühten frischen Kaffees zu kommen, ist noch weiteres Zubehör nötig. Je nach Kaffeemaschine benötigt man die passende Ausstattung. Diese variiert je nach Funktionstyp der Maschine und persönlichem Geschmack.

Die Grundausstattung besteht bei einer herkömmlichen elektrischen Kaffeemaschine aus den Komponenten Kaffeefilter, Kaffeekanne und nicht zu vergessen – Kaffee. Für handelsübliche Kaffeemaschinen braucht man passende Kaffeefilter, die das Kaffeesubstrat dort zurückhalten, nachdem die Aromen durch das Heißwasser aus dem Pulver gelöst wurden. Manche Kaffeemaschinen sind heutzutage bereits mit Permanentfiltern ausgestattet, die den Einsatz von Einwegfiltern aus Papier überflüssig machen. Modernen Maschinen wird das Kaffeepulver nicht mehr über die üblichen Filter zugeführt, sondern so genannte Kaffeepads werden eingelegt. Doch egal ob man mit konventionellem Filter oder modernem Pad hantiert – der wichtigste Faktor bei der Zubereitung ist und bleibt der Kaffee selbst. Die Qualität der Bohnen ist entscheidend für das Ergebnis des Brühvorgangs. Je nach Geschmack kann der Kaffeeliebhaber auf verschiedene Sorten und verschiedene Röstungen zurückgreifen. Das Sortiment reicht vom zu hundert Prozent fair gehandelten Ökokaffee oder Biokaffee bis hin zum mit verschiedenen Geschmacksverstärkern aromatisierten Kaffee.
Natürlich gibt es auch über dieses notwendige Zubehör hinausgehende Accessoirs rund um die Kaffeemaschine. Auf diese wird jedoch in einem gesonderten Punkt eingegangen. Hier soll zunächst nur von den Basics die Rede sein.

Tipps für die Zubereitung

Natürlich sind das richtige Zubehör und auch die Qualität sowie die Sorte des ausgewählten Kaffees für das Ergebnis der Zubereitung entscheidend. Dennoch gibt es noch andere Faktoren, die zu berücksichtigen sind, um ein optimales Geschmackserlebnis zu erreichen. Hier finden sie einige Tipps und Tricks für die Zubereitung von Kaffee.

Das Aroma des Kaffees und sein Geschmack werden maßgeblich durch die beiden Komponenten Konzentration und Extraktion bestimmt. Die Konzentration hängt von der Dosierung des Kaffeepulvers im Verhältnis zum Wasser ab. Die Extraktion wird vor allem durch die drei Faktoren Mahlgrad, Brühzeit und Zubereitungsmethode bestimmt. Davon ist abhängig welche Inhaltsstoffe beim Brühvorgang aus dem gemahlenen Kaffee herausgelöst werden, und in welcher Konzentration sie extrahiert werden. Das Aroma des Kaffees ergibt sich letztendlich aus der Kombination von Duft und Geschmack. Die nicht löslichen Bestandteile, die fein genug sind, um durch die Poren des Filters zu gelangen, ergeben den so genannten Körper des Kaffees, oder die so genannte Fülle.

Der richtige Mahlgrad der Kaffeebohnen ist ebenso entscheidend für ein optimales Geschmacksergebnis, wie die richtige Brühtemperatur, die Dosierung des Kaffees, die Qualität der Filtertüten und die Qualität des verwendeten Wassers. Beachtet man rund um diese Faktoren einige einfache Regeln, wird jede Tasse Kaffee zum Genuss. So klappt es auch mit dem Verwöhnaroma.

Pflege und Reinigung der Kaffeemaschine

Damit Sie möglichst lange Freude an ihrer Kaffeemaschine haben, muss diese – egal für welchen Typ oder welches Modell Sie sich entschieden haben – regelmäßig gereinigt werden. Dabei gibt es einige wichtige Punkte zu beachten. Verwendet man die falschen Reinigungsmittel, kann dies negative Auswirkungen haben. So dürfen beispielsweise keine hochgiftigen chemischen Reiniger verwendet werden, da Rückstände von diesen Reinigern in den Kaffee gelangen könnten. Unbemerkt mit dem Kaffee aufgenommen können diese Reinigerrückstände die Gesundheit nachhaltig schädigen und zu schweren Vergiftungen führen. Doch auch die Kaffeemaschine selbst wird es einem danken, wenn sie nicht mit zu scharfen Reinigungsmitteln traktiert wird. Sind die Putzmittel nämlich extrem säurehaltig, so kann es sein, dass die Säure die empfindlichen Teile der Maschine angreift, es kommt zu dauerhaften Schäden am Gerät.

Der Hauptaugenmerk beim Reinigen der Maschine liegt nicht auf der Entfernung von Kaffeerückständen, sondern vor allem auf der Entkalkung. Kalk kann das Leistungsvermögen der Maschine beinträchtigen, das Gerät dauerhaft schädigen und sich zudem negativ auf den Geschmack des gebrühten Kaffees auswirken.

Was ist beim Kauf zu beachten?

Vor dem Kauf einer Kaffeemaschine sollte man sich vor allem über seine individuellen Bedürfnisse und seine Kaffeetrinkgewohnheiten bewusst machen. Ist man mit einer Standardausführung zufrieden, oder benötigt man noch zusätzliche Funktionen, wie beispielsweise einen Aromaschalter? Möchte man sicher gehen, dass die Maschine nicht nachtropft oder überläuft sollte man sich für Modelle mit eingebauter Nachtropfsperre und integriertem Überlaufschutz entscheiden. Zudem gibt es Geräte auf dem Markt, die über eine Rückschaltautomatik oder eine Abschaltautomatik verfügen.

Doch die erste Frage, die man sich vor der Anschaffung einer Kaffeemaschine stellen sollte, gilt natürlich den Finanzen. Wie viel Geld ist man bereit für eine Kaffeemaschine auszugeben? Die Geräte sind in den verschiedensten Preisklassen erhältlich. Teilweise gibt es Kaffeemaschinen bei den einschlägigen großen Discounter-Ketten bereits ab einem sehr geringen Preis. Ab circa zehn Euro kann man eine einfache Kaffeemaschine dort erstehen. Wer mehr Wert auf ein Markenfabrikat sowie auf qualitativ hochwertige Verarbeitung, der muss etwas tiefer in die Tasche greifen. Je nach Qualitätsanspruch, Designtyp und Hersteller variieren die Preise für Kaffeemaschinen zwischen etwa zwanzig und zweihundert Euro.
Ein weiterer Faktor, der die Kaufentscheidung entscheidend beeinflussen sollte, betrifft die Serviceleistungen des Herstellers. Wie lang hat die Maschine Garantie, ist auch mal eine Reparatur auf Kulanz möglich? Muss das defekte Gerät bei einem Servicepoint abgeliefert werden, ist es einzuschicken oder gibt es vielleicht einen Abhol- und Lieferdienst, der einem diese Dinge abnimmt? Es empfiehlt sich vor der Anschaffung des Geräts genau zu erkundigen, wie die Modalitäten der jeweiligen Hersteller diesbezüglich sind. Im Zweifelsfall kann man auch im Internet recherchieren und nach Berichten und Kritiken von anderen Käufern suchen.


Welche Espressomaschine ist für wen geeignet?

Mittlerweile gibt es für jeden Geldbeutel und Einsatzzweck die perfekte Maschine. Wichtig ist der persönliche Bedarf: Wie viele Tassen werden täglich getrunken und möchte man außer dem klassischen Espresso auch Milchmischgetränke wie Cappuccino zubereiten? Bedenken sollte man außerdem, wie viel Platz zur Verfügung steht und natürlich wie groß das Budget ist.

Einkreiser

Soll nur gelegentlich ein Espresso zusätzlich zum Filterkaffee getrunken werden, ist ein sogenannter Einkreiser eine gute Wahl. Sie macht nichts anderes als Espresso, entweder als Siebträger- oder Handhebelmaschine (hier sollte der beträchtliche Kraftaufwand berücksichtigt werden). Auch eine Kaffeemühle muss hier angeschafft werden.

Vollautomaten für Zuhause

Für Liebhaber von Milchmischgetränken und Familien kann sich die Anschaffung eines Vollautomaten schon lohnen. Hier erledigt das Mahlen der Bohnen ein eingebautes MahlwerkEspresso und Latte Macchiato fließen auf Knopfdruck. Auch die Anschaffungskosten sind nicht mehr so hoch wie früher: Gute Espressovollautomaten sind schon ab 250 Euro zu haben. Soll nur Espresso getrunken werden, ist eine klassische Siebträgermaschine eine gute Wahl, oft sind diese auch mit eingebautem Mahlwerk zu haben.

Vollautomaten fürs Büro

Im Büro führt kein Weg an einem Vollautomaten vorbei. Man sollte darauf achten, dass Milch automatisch aufgeschäumt wird, manuell kann das im Büro zu Problemen führen. Wer es auch im Büro authentisch mag – und z.B. seinen Espresso wie im Café genießen möchte – der schafft sich eine Gastronomie-Maschine an: Diese Siebträgermaschinen verbrauchen aber in der Regel viel Platz und einiges an Wartung.

 

 

 

Die besten Espressomaschinen in der Übersicht

Ist die Wahl auf eine Art der Espressomaschine gefallen, sollte zusätzlich einiges beachtet werden. Die Handhabung einer Siebträgermaschine ist für manche ungewohnt und Handhebelmaschinen benötigen einen recht hohen Kraftaufwand. Man sollte die Maschine seiner Wahl also ruhig im Geschäft anfassen und ‘trocken’ ausprobieren. Auch die technischen Details sind bei Espressomaschinen nicht zu verachten: Wasserdruck, Mahlgrad der Bohnen, Menge des Kaffeepulvers; bei Espresso gelten unumstößliche Richtlinien, die nicht übertreten werden sollten (Mehr dazu in den F.A.Q.).

Entgegen der allgemeinen Überzeugung kosten Espressomaschinen nicht mehr ein kleines Vermögen. Einfache Siebträgermaschinen sind schon ab 80 Euro zu haben, Vollautomaten namhafter Hersteller können bis 1000 Euro kosten. Vor dem Kauf sollte man sich über den persönlichen Bedarf genügend Gedanken machen. Stiftung Warentest und das Testmagazin haben sowohl Siebträgermaschinen als auch Vollautomaten getestet und kaum eine Maschine schnitt wirklich schlecht ab, gute Maschinen gibt es in (fast) jeder Preisklasse.

Espresso-Experten sind sich einig: um zu einem konstanten und guten Kaffee-Ergebnis zu kommen, benötigt man Geduld, Experimentierfreudigkeit und Zeit zum Üben.